Die Sache mit den Premium-Flaggschiffen bei Smartphones

Auf die Frage, was man für ein richtig gutes Smartphone ausgeben müsste, hat sich die Antwort in den letzten zwei bis drei Jahren enorm verändert. So stellt man sich doch dann irgendwann die Frage, ob man noch immer das teuerste und beste Smartphone kaufen muss, wofür man ja mittlerweile gut und gerne mal mehr als 1000 Euro auf den Tisch legen darf, oder ob es denn nicht auch ein preisgünstigeres Smartphone sein kann.

In den letzten Jahren wurde das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Smartphones immer angenehmer. Die Nutzung verändert sich meist nur minimal, sodass man meist bei einem neuen Gerät auch in eine kleinere Preisklasse schauen kann, und trotzdem eine bessere Leistung erhält. Musste man vor wenigen Jahren zum Beispiel noch auf ein Samsung Galaxy S5 gehen, um eine gute Leistung zu erhalten, weil die preisgünstigeren Smartphones meist einfach nur Müll waren und die Hersteller hier mit internem Speicher oder gar einer guten Kamera gegeizt haben.

200 Euro für ein geiles Smartphone?

Mittlerweile ist es so, dass man sogar nur noch rund 200-250 Euro ausgeben müsste, um als Otto-Normal-Verbraucher mit einem guten Smartphone durch die Stadt zu laufen. Was macht der normale Nutzer so mit seinem Smartphone? WhatsApp, hier und da ein Foto, Telefonieren und eine SMS im Jahr schreiben. Ab und an möchte man dann noch etwas Googlen und sich vielleicht irgendwohin navigieren lassen – all das wäre mit folgenden fünf Smartphones möglich.

Alle fünf Geräte haben HD oder Full HD Auflösung, eine 13 Megapixel Kamera, 2-3 GB RAM Arbeitsspeicher und 16 GB internen Speicher, welcher sich aber erweitern lässt. Top Empfehlung hier das Honor 7, welches ich selber eine Zeit lang im alltäglichen Gebrauch hatte und sehr zufrieden war.

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Wenn ich jetzt so von den günstigen Smartphones schwärme, muss doch noch ein Haken kommen?

Warum 1000 Euro für ein Smartphone zu viel ist

Die Flaggschiffe aus diesem Jahr toppen im Moment noch einmal alles, was wir bislang an Preisen gesehen haben. Egal ob das neue Samsung Note8 mit 999 Euro UVP oder die 1149 Euro für das iPhone X – beides sind absolut überteuerte Preise, welche dort von Samsung und Apple angesetzt wurden. Klar – Apple setzt den UVP eigentlich immer deutlich zu hoch an – aber das ist eben die Marke Apple, welche man hier noch mit ein paar Hundert Euro bezahlt.

Und Samsung leistet sich nun auch einen so guten Preis, da man weiß, dass 90 Prozent der bisherigen Note Nutzer auch diesen Preis zahlen werden, da es nahezu nichts vergleichbares auf dem Markt gibt – und wo keine Konkurrenz und kein Wettbewerb, da hat man recht freie Hand mit dem Preis.

Die Zeiten, wo man aber als normaler Nutzer wirklich 1000 Euro in ein Smartphone investieren muss, die sind vorbei. Wenn man nicht von selbst immer das neuste haben möchte oder große Ansprüche an das Smartphone hat, dann muss man nicht so viel investieren. Leistungstechnisch bekommt man natürlich hier auch viel geboten – beim Note8 kommen wir auf 6 GB RAM und viele tolle Features mit dem S-Pen welche für die jenigen sehr interessant sein werden, welche auch mit dem Smartphone geschäftlich unterwegs sind.

Man muss bei der Betrachtung der Smartphone nun also eigentlich immer nach Nutzungsgruppen unterscheiden, um sich ein gutes Urteil zu bilden. Was ist aber eure Meinung zu den unterschiedlichen Smartphone-Klassen? Was hat euer aktuelles Smartphone gekostet?

Honor 7 Smartphone (13,2 cm (5,2 Zoll) Touchscreen, 16GB interner Speicher, Android OS) silber

Price: EUR 229,95

(0 customer reviews)

10 used & new available from EUR 129,00

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Da bin ich vollkommen Deiner Meinung. Für den Normalnutzer bieten die Geräte im Bereich um die 200 € inzwischen alles, was benötigt wird. Auf Updates und Sicherheitspatches legt eh kaum ein Normalnutzer wert, aber die werden – über alle Preisklassen – kaum von Herstellern angeboten. Hab ich erst in einem G+ Kommentar gehabt: “Updates brauch ich nicht.” Und dann wird geheult, wenn am Gerät doch mal eine Sicherheitslücke ausgenutzt wurde. Vielleicht einfach ein 1000 € Gerät und nach einem Jahr zum Recycling und ein Neues geholt? Nicht unbedingt ressourcenschonend.
    Persönlich sehe ich es aktuell überhaupt nicht ein 1000 € für ein Smartphone auf den Tisch zu legen. Für ein iPhone 8 plus mit 256 GB müsste ich 1100 € löhnen und ein vergleichbares Pixel 2 XL wird diesen Preis in etwa auch treffen. m) Mein Nexus 6P 64 GB habe ich durch diverse Umstände einigermaßen günstig bekommen. Beim UVP – waren es 749 € ? – bekam ich Schnappatmung.
    Ich lege Wert auf regelmäßige Updates und regelmäßige Sicherheitspatches und bin wegen des damals attraktiven Preises vor Jahres bei der Nexus Reihe gelandet. Motorola war mit Updates mal ziemlich verlässlich, verliert aber seit Lenovo mehr und mehr mein Vertrauen. Daher empfehle ich auch keine Moto Gs mehr im Bekanntenkreis. Wegen den Updates und dem attraktiven Preis schiele ich immer wieder zu Android One. Die Geräte zeigen in Deutschland aber leider nur eine homöopathische Verfügbarkeit; i. d. R. nur Importe mit wagen Garantieansprüchen. Sollten bei Android One Benutzer mit eingeschränkten Rechten unterstützt werden, wäre das eine Option für den Nachwuchs. Aber damit komme ich langsam vom eigentlichen Thema ab.
    Solange es genug Leute gibt, die jedes Jahr einen halben Monatslohn für ein Smartphone auf den Tisch legen, werden die Preise so bleiben. Günstige Alternativen gibt es genug, werden aber von der Masse wenig beachtet. In allen Preisklassen mangelt es meist am Support der Hersteller. Sicherheitsupdates kommen verspätet oder oft gar nicht. Solange die Masse bei Windows nach Virenscannern und Werbeblockern giert und im gleichen Atemzug ein Android 5 oder 6 mit Sicherheitspatch vom Dez. 2015 ausreicht, wird sich auch an diesem Zustand nichts ändern.

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